Schulprofil: Sozialwirksame Schule

Die folgenden Abbildungen, die das Profil einer Sozialwirksamen Schule veranschaulichen sollen, deren Konzept von Herrn Dr. Werner Hopf entwickelt wurde, sind alle der Seite www.sozialwirksame-schule.de entnommen.

Im Anschluss daran werden die wichtigsten Begrifflichkeiten, welche Sozialwirksame Schulen definieren, beschrieben.

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Bestandteile Des Konzeptes Unserer Sozialwirksamen Schule sind:

- Schulregeln, die konsequent eingehalten werden müssen

- Soziales Lernen, das in den Klassen wöchentlich stattfindet

- Schulvollversammlung

- Autoritative Erziehung

 

Schulregeln und SAnktionen

Die Schulregeln wurden, als sich die Schulfamilie dazu entschied, eine Sozialwirksame Schule zu werden, von den Lehrern, den Schülern und den Eltern gemeinsam verabschiedet. Im Laufe der nächsten Jahre wurden diese dann mehrfach wieder verändert und den Veränderungen an der Schule angepasst. Auch dies geschah stets unter Beteiligung aller zur Schulfamilien gehörenden Gruppen: Lehrer, Schüler, Eltern.

So wichtig wie das Regelwerk selbst sind auch die jeweils aufgeführten Konsequenzen, die ein Regelverstoß nach sich zieht. Damit entsteht eine Situation wie nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung, bei der man geblitzt wurde: Das Ordnungsgeld oder die Strafe hängen von der Höhe der Übertretung ab, es wird nicht über das Strafmaß diskutiert. Sowohl für die Schüler als auch für die ahndenden Lehrer wird somit die Emotionalität, was die Ordnungsmaßnahme anbelangt, herausgenommen.

Dass im Rahmen der Pädagogik dann natürlich über die Situation als solche, über Vermeidungsstretegien etc. diskutiert wird, das unterscheidet uns dann vom o. g. Beispiel. Schließlich sind wir sozialwirksam und den Schülern ist klar, dass die Regeln nicht in erster Linie Freiheiten einschränken sollen, sie sind notwendig um die Rechte aller an der Schule Agierenden zu schützen.

Soziales Lernen

In jeder Klasse, in jeder Jahrgangsstufe findet wöchentlich eine Stunde Soziales Lernen statt. Dieses setzt sich mit Regeln, mit deren Sinn, mit Umgangsformen, mit gutem Benehmen, mit Konflikten und deren Lösung, mit Sucht und vielen anderen Themen auseinander, die das Zusammenleben an der Schule beeinflussen. Wir machen damit deutlich, dass die Freiheit des einen, wenn er Regeln überschreitet, immer auch die Freiheit und die Rechte des anderen einschränken kann. Unser Ziel ist es, dass ich möglichst alle Schüler an der Schule wohl fühlen, sicher und aufgehoben - unabhängig davon, dass einer Mathe oder Englisch nicht mag. 

Im Sozialen Lernen werden auch aktuelle Vorfälle von Regelüberschreitungen zeitnah in der Klasse besprochen, wenn sich dies im speziellen Fall anbietet.

Schulvollversammlung

Die Schulvollversammlungen, die für gewöhnlich ziemlich am Anfang des Jahres, in etwa zum Zwischenzeugnis und dann am Schuljahresende stattfinden, geben uns Gelegenheit zum Austausch in der ganz großen Runde. Von Seiten der Schulleitung werden dort allgemeine Probleme angesprochen - aber auch die SMV gibt an die Schüler weiter, wo sie sich eine Verhaltensänderung wünscht. In der ersten werden z. B. auch neue Lehrkräfte vorgestellt, in der letzten dann verabschiedet oder Schüler für besondere Leistungen geehrt.

Ganz wichtig ist aber auch, dass die Schüler immer auch die Gelegenheit haben, individuell ihre Wünsche und Anliegen zu formulieren. Diese werden von der Schulleitung notiert und die Umsetzung wird dann versucht, wenn keine organisatorischen oder sicherheitsbedingten Einwände bestehen. Und wenn dies so ist, wird das den Schülern über die SMV und die Klassensprecher an die Schüler zurückgemeldet.

Autoritative Erziehung

Besonders bekannte Erziehungsstile sind der Autoritäre, der Antiautoritäre (u. a. Laissez faire), oder der Demokratische. Letzterer klingt gut, er stößt an der Schule jedoch an seine Grenzen. Deshalb favorisieren wir an den Sozialwirksamen Schulen den Autoritativen Erziehungsstil. Die Autorität des Erziehenden ergibt sich dabei nicht allein aus seiner Machtposition, sondern aus seiner Rolle als derjenige, der für die Einhaltung der Regeln verantwortlich zeichnet, und dies aus dem beiderseitigen Verständis heraus, dass Regeln wichtig sind und diese beachtet werden müssen. Dafür braucht es Kontrolle und im Falle des Falles auch Konsequenzen. Die Lehrkraft kann trotz ihrer Rolle als diejenige, welche die Ordnungsmaßnahme ausspricht, dem Schüler mit Wertschätzung und Verständnis für die Verfehlung gegenübertreten, weil die Konsequenz, wie oben bereits beschrieben, nicht dem Gutdünken der Lehrkraft entspringt und etwa ihrer Sympathie für den Schüler, sondern auch dem gemeinsam erarbeiteten Regel- und Konsequenzenkatalog, deren Sinnhaftigkeit von niemandem wirklich bezweifelt wird.